Seelenfluegel

Top 3: Irrtümer der Kindheit

Juli 10, 2009 · Kommentar schreiben

Als Kind ist der Blick auf die Welt einfach ein anderer. Manche Dinge erscheinen sehr einfach, andere wiederum rätselhaft bis unerklärlich. Hier die Top 3 Irrtümer meiner Kindheit, an die ich mich erinnern kann.

Top 1: Kecke Bratwürste
Wer im schönen Frankenland aufwächst, hat allerlei Gelegenheit, auf sprachliche Mysterien zu stoßen. Als Kind schmeckte mir beispielsweise „Bratwurst-Keck“ sehr gut. Es handelte sich dabei um Hackfleischartiges, das zusammen mit Zwiebel & Paprika-Gewürz einen leckeren Brotaufstrich ergab. Ich fragte mich nur immer, woher der Name kam. War das Hackfleisch irgendwie frech gewesen? Erst viel später erkannte ich den wahren Namen hinter dem Fränkeln: Bratwurst-Gehäck… na klar, das macht Sinn!

Top 2: Einfach Sprachen lernen
In der vierten Klasse freute mich die Aussicht, nun bald Englisch in der Schule zu lernen. Einige Worte kannte ich schon und auch die Buchstaben des Alphabets konnte ich gefühlt zur Hälfte korrekt englisch aussprechen. Und damit war es ja schon so gut wie geschafft! Für eine Weile war ich überzeugt, dass ich richtig Englisch sprechen können würde, wenn ich nur das Alphabet vollständig auf Englisch aufsagen könnte. Ach, was für eine schöne Vorstellung!

Top 3: Böse Jungs im Griff
Michael Jacksons Video zu Beat it hab ich mehr als 100 Mal gesehen. Mich hat daran auch beeindruckt, wie gut diese gefährlichen Jungs aus den beiden Straßengangs tanzen können. Und ich hab mich gewundert, dass die überhaupt bei so einem Video mitmachen… So böse Straßenjungs finden Pop-Videos doch sicher total spießig… Aber gut, hab ich mir gedacht, schließlich war dieses ja von Michael Jackson, und der beeindruckt bestimmt auch gefährliche Gangster.

Vielleicht mach ich in 20 Jahren einen Eintrag, in dem steht, welchen lustigen Irrglauben ich mit Mitte 30 verfallen war. Darauf freu ich mich jetzt schon. :-)

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And the world keeps on turning…

Juli 6, 2009 · Kommentar schreiben

Die Zeiten bleiben turbulent… Freunde heiraten, andere bekommen Kinder, wieder andere ziehen zusammen :-) … der Job fordert immer noch alles, Kollegen gehen, andere kommen… musikalische Jugendidole sterben, andere veröffentlichen tolle neue Alben… und was macht die Schreiberei?

Der Freizeitmangel schlägt sich weiterhin nieder…
Im Urlaub musste ich erst mal mein literarisches Konsumbedürfnis decken (= lesen), so dass die Produktion (= schreiben) relativ kurz kam. Und seit der Rückkehr… ist nix passiert. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt. Das Ziel: Grobstory (zur Erinnerung: Kamron 2 ist in Arbeit) bis Ende Juli, danach wage ich noch nicht zu planen.

Keine rosigen Aussichten? Na ja, es knospt zumindest.

Knospe

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Top 3: Warum Essen (gehen) in Frankreich so toll ist

Juni 21, 2009 · Kommentar schreiben

Ich esse auch Zuhause gern. In Frankreich allerdings… da esse ich noch viel lieber. :-) Warum?

1: Die Lebensmittel selbst. Der durchschnittliche französische Supermarkt schlägt den deutschen um Längen. Vor allem bei der Vielfalt an Käse-, Wurst- und Fischtheke, aber auch beim Angebot von frischem Brot und Gebäck. Und selbst die Produkte, die an sich das Gleiche sind wie hier, wirken ein bisschen exotisch, weil die Packung vielleicht eine andere Form hat oder anders geöffnet wird und natürlich weil sie mit ganz anderen Worten bedruckt sind. Da ist es nicht verwunderlich, wenn einen gegen Ende des Urlaubs ausgerechnet im Supermarkt eine Wehmutswelle überspült.

2: Das Konzept „Menü“. Bei uns wenig verbreitet, in Frankreich so gut wie überall und sowohl mittags als auch abends zu haben: das Menü zum Festpreis. Meist drei Gänge, die man sich aus einer kleinen Auswahl an Vor-, Haupt- und Nachspeise kombinieren kann. Das ist nicht nur reizvoll durch die Abwechslung von verschiedenen Gerichten, das ist auch noch gesund, weil man sich automatisch mehr Zeit zum Essen nimmt. Und zur Abrundung ein café. Formidable!  

3: Das Bezahlen. Selbst den Pflichtteil kann man elegant gestalten: komplette Rechnung auf dem Tellerchen oder kreativen Varianten, Geld hin, Wechselgeld zurück, Trinkgeld liegen gelassen. Zugegeben, früher mochte ich das nicht. Da wollte ich vor allem in der Gruppe bitteschön genau abrechnen. Damals war ich aber auch noch eine bettelarme Studentin. Inzwischen kann ich glücklicherweise deutlich gelassener mit Geld umgehen – und das drückt auch diese Art des Bezahlens auch: Gelassenheit. Und so kann es nach dem Essen weiter gehen.

Ach, ich sag’s euch: Ich freu mich schon aufs nächste Mal!

Blick auf Bonifacio

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Reise in die Vergangenheit

Juni 15, 2009 · Kommentar schreiben

Bei der Hochzeit eines engen Freundes aus Schulzeiten letzten Freitag habe ich einige liebe Leute nach vielen Jahren wiedergesehen. Darauf hatte ich mich richtig gefreut – und es war genau so schön, wie ich es mir vorgestellt hatte. Es ist spannend, Menschen zu treffen, die einem vor Langem nahe gestanden haben und die man aus den Augen verloren hatte.

Dadurch, dass alte Geschichten und Situationen erzählt werden, leben versunkene Bilder und Gefühlswelten wieder auf. Das ist ein bisschen so, wie sich selbst zu treffen, wie man früher einmal war.

Ähnlich ging es mir, als ich für den Urlaub die Musikauswahl auf meinem mp3-Player aktualisiert habe. Ich habe ein paar uralte CDs in die Hand genommen und Lieder kopiert, die ich Mitte der Neunziger oder noch früher gehört habe. Und auch hier der Effekt: die eigene Vergangenheit lebt auf und wirkt ein zartes Band in die Gegenwart.

Das hat nichts mit Früher-war-alles-besser-Nostalgik zu tun. Vielmehr mit der Würdigung des eigenen Lebensweges. Einer der Vorteile am Älterwerden ist ja, dass man eine eigene Vergangenheit hat, aus der man für die Gegenwart und Zukunft schöpfen kann.

Ich erinnere mich an Dinge, die mir früher wichtig waren, für die ich mich eingesetzt habe, über die ich mich selbst und andere definiert habe. Über einige kann und muss ich heute lächeln – aber andere schätze ich immer noch wert, sie sind nur ins Hintertreffen geraten im Strudel der zunehmenden Alltagsverpflichtungen.

Doch gerade in Zeiten der Veränderung ist es wertvoll, sich an ganz Altes zu erinnern. Es hilft, sich auf den Kern der eigenen Werte rückzubesinnen und gibt ein Stück von dem Halt und dem Urvertrauen ins Leben, die man braucht und nach denen man sich sehnt.

 

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Neuer Versuch

Mai 10, 2009 · 5 Kommentare

Okay, mich hat das neue Theme auch nicht überzeugt. Die Textspalte war so schmal im Vergleich zur roten Fläche rechts… und diese war dadurch etwas erschlagend…

Nun ein neuer Versuch, mit dem ich selbst auf Anhieb viel glücklicher bin. Ich wollte zwar am liebsten was in rot, aber man kann eben nicht alles haben. :-)

Gute Nacht!

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Hui…

Mai 6, 2009 · 5 Kommentare

Neues Theme in einer spontanen Nacht-ohne-Nebel-Aktion.

Sehr ungewohnt… Let’s see…

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LEeecht am Ende des Tunnels

Mai 4, 2009 · Kommentar schreiben

Aus der Hoffnung wird langsam Gewissheit: Es gibt ein Leben außerhalb der Arbeit! Mein Arbeitspensum liegt immer noch über dem Soll, aber allmählich nimmt es erträgliche Ausmaße an. Und was noch wichtiger ist: der Druck verhält sich ebenso.

Das Beste: Der Korsika-Urlaub ist inzwischen in greifbare Nähe gerückt. Meine Hauptaufgaben dort: Lecker essen, lange ausschlafen, die Gegend anschauen, lesen und natürlich auch schreiben. Darauf freue ich mich besonders, denn die letzten Wochen habe ich keine einzige Zeile zustande gebracht…

Ziel ist, die Kamron 2 Geschichte in einer Grobfassung zu Ende zu bringen und möglichst noch mit der ersten Runde Feinschliff zu beginnen. Hervorragenderweise steht mir in diesem Urlaub auch ein digitales Eingabegerät für meine kreativen Schübe zur Verfügung. Der geneigte Leser erkennt es an der Überschrift dieses Beitrags.

Und neben Kamron fällt auf der Insel bestimmt noch die eine oder andere Anregung für Blog-Einträge ab. Vive la France! Ich freu mich schon. :-)

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Alles Käse? Eben nicht…

April 26, 2009 · Kommentar schreiben


Neulich beim Zappen: ein Bericht im ZDF. Thema: Analog-Käse. Analog-Käse?  Ein „preiswertes Gemisch aus Pflanzenfett, Milchpulver und Geschmacksverstärkern“ (Heise). Was fehlt, ist das Milchfett, also die frische Milch.

 

Bei Lebensmittelherstellern ist dieses Käse-Imitat sehr beliebt: Zum einen ist es deutlich billiger als echter Käse, weil Pflanzenfett viel weniger kostet als Milchfett. Zum anderen ist das Zeug auch noch besser verarbeitbar, weil es doppelt so hohe Temperaturen aushält, bevor es anbrennt. So kann Tiefkühlpizza doppelt so schnell gebacken werden, mit einer entsprechenden Steigerung der Produktionszahlen.

 

Käse-Imitat muss nicht gekennzeichnet werden, aber man darf es auch nicht „Käse“ nennen, sagen die deutsche Käse-Verordnung und eine EU-Verordnung. Da nimmt es der Handel aber nicht so genau…

 

Resultat: Es ist nicht alles Käse, was gelb ist und sich in die Länge zieht… Wer weiß, wie oft ich schon den Kühen gedachte, die für mein Käsebrötchen gemolken werden mussten – und dann war die Kuh in Wirklichkeit ein Korn…

 

Ich bin nicht ganz schlüssig, was ich von der Sache halten soll… Ist auf jeden Fall einmal mehr eine schräge Geldmacherei mit Lebensmitteln…

 

Vielleicht ist es vom Prinzip her aber gar nicht so schlecht. In meiner Vegetarier-Zeit war ich stets angetan, wenn ich ein tierisches Produkt durch ein gleichwertiges pflanzliches ersetzen konnte. Kann der Pflanzen-Käse Tiere vor Massenhaltung retten? Wird dadurch gar die CO2-Bilanz verbessert und die globale Erwärmung gestoppt? 

 

Jedenfalls möchte ich gerne wissen, was ich zu mir nehme. Das ist offensichtlich durch die Gesetzgebung nicht sichergestellt. Was kann man tun? Bewusst und hochwertig einkaufen und möglichst auf Fertigkram verzichten.

 

Damit steigt zumindest die Chance, dass man tatsächlich das isst, was man glaubt zu essen. Und vielleicht sollte man bei der nächsten Bestellung beim Italiener auch einfach nachfragen, ob denn echter Käse verwendet wird. Das garantiert natürlich keine ehrliche Antwort, aber schaden kann es auch nicht.

 

Weitere Info:

http://www.heise.de/tp/blogs/6/136527

 

http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/10/0,1872,7552586,00.html

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Von turbulenten Zeiten, überschrittenen Grenzen und wie man überlebt

April 5, 2009 · 1 Kommentar


Mein Leben besteht im Moment nahezu ausschließlich aus Veränderung und Stress – sowohl arbeitstechnisch als auch privat.

 

Die Liste ist lang; fangen wir im Job an: Viele wichtige Kollegen verlassen die Firma; mein eigenes Arbeitspensum und der Leistungsdruck sind dadurch so hoch wie nie; anderen Kollegen geht es ganz genauso; gleichzeitig müssen wir unsere Arbeitsabläufe grundsätzlich an die neue Lage anpassen; und selbstverständlich ist es auch ein persönlicher Verlust, der emotional verarbeitet werden will, wenn jemand nach Jahren enger Zusammenarbeit geht.

 

Privat geht es auch rund: Meine Mitbewohnerin zieht aus; diverser Orga-Kram, Entrümpeln und Möbel-Tragen stehen also an. Im Sommer zieht dann mein Freund ein. Das ist natürlich klasse; wir können die Wohnung neu gestalten und es uns richtig schön machen, aber auch dadurch entsteht Stress, wenn auch positiver.

 

In Summe führt die Situation zu schlechtem Schlaf, schwankender Stimmung und der Unfähigkeit zu entspannen. Der Job hat sich in meinem Kopf so breit gemacht, dass für andere Dinge kaum Platz ist; meine Kreativität ist gelähmt; meine Zuversicht weitgehend ausgeschöpft. Manchmal würde ich am liebsten weglaufen und nie mehr wiederkommen.

 

Aber ich bleibe und gebe mein Bestes. Warum? Sicher auch aus Pflichtbewusstsein und persönlichem Ehrgeiz. Das ist aber nicht alles. Zwei weitere Dinge kommen dazu.

 

Erstens: die Menschen, mit denen ich arbeite. Es ist immer wieder eine Freude, gemeinsam im Team ein hervorragendes Ergebnis zu schaffen. Und zu merken, dass diese Ergebnisse im Lauf der Zeit immer besser und einzigartiger werden. Das klingt vielleicht hochtrabend – aber ich empfinde das tatsächlich so. Es tut auch gut, wenn Kollegen, die nicht direkt mit mir im Team arbeiten, ein offenes Ohr für meine Sorgen und Nöte haben. Auch ganz wichtig: sich der Unterstützung der Chefs sicher sein zu können. Glücklicherweise ist auch das gegeben. Zu den tollen Leuten im Job gesellen sich sehr liebe Menschen im Privatleben, die mir Geborgenheit und Stärke und Ablenkung geben – ohne sie wäre ich aufgeschmissen.

 

Zweitens: die Einsicht, dass die Situation Gelegenheit zur Weiterentwicklung bietet. Veränderung birgt immer die Chance zur Verbesserung. Eingefahrene Handlungsweisen können hinterfragt und neu ausgerichtet werden. Und auf einer persönlichen Ebene: An die eigenen Grenzen zu gehen und auch einmal darüber hinaus, macht bewusst, wo man steht und was man kann. Frei nach dem Motto „was mich nicht umbringt, macht mich stärker“, wächst man daran auch. Ich weiß aber, dass ich die Grenzen gerade zu dauerhaft überschreite und werde mir Mühe geben, einen Gang zurück zu schalten.

 

Mein Fazit, frei nach Alanis Morissette (… was würde ich nur ohne sie tun): Eine harte Zeit grade, und da muss ich durch, aber letzten Endes ist alles fein.

 

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Top 3: Geräte, die das Leben schöner machen

März 9, 2009 · Kommentar schreiben


Es mag Zeiten gegeben haben, in denen strombetriebene Geräte für Männer schon Spiel und Spaß, für Frauen jedoch bestenfalls Erleichterung im Haushaltsmoloch bedeuteten. Die sind allerdings vorbei! Hier meine 3 liebsten Geräte, die das Leben täglich schöner machen.

 

1. Mein Notebook. Einfach ungeschlagen, vor allem in Kombi mit W-LAN. Die ganze Welt, tragbar, wo ich will. Surfen auf der Couch, Geschichten schreiben auf dem Balkon, Videos gucken im Bett. Ein wahres Wunder, das mich immer wieder verzückt.

 

2. Mein mp3-Player. Musik ist wichtig für mich. Wie großartig es da doch ist, wenn man sie überall mit hinnehmen kann! Zum Sport, auf den Fußweg in die Stadt, auf Reisen, in den Bus. Die Welt ist einfach besser mit Musik.

 

3. Meine Kaffeemaschine. Ja, jetzt geht es doch in die Küchenzone. Aber meine Kaffeemaschine macht Kaffee zum Genießen. Als ich mit 26 das erste ernst zu nehmende Gehalt in Händen hielt, erfüllte sich nach über zehn Jahren der Traum des jederzeit verfügbaren Milchschaums. Hach, auf manche Dinge lohnt es sich zu warten.

 

Manche sagen: You don’t know what you’ve got till it’s gone. Andere sagen: Man will, was man nicht hat. Ich aber sage: Freue dich immer wieder an dem, was du hast. Das macht doch viel mehr Sinn – und Spaß obendrein.

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